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Lohnnebenkosten um 5 Prozent senken

Die Senkung der Lohnnebenkosten hat für SWV Österreich Präsident Bernd Hinteregger oberste Priorität. Nur so kann der Wirtschaftsstandort Österreich wettbewerbsfähig gehalten werden und die Beschäftigung steigen. Ab 2028 werden die Lohnnebenkosten, genauer gesagt die Beiträge der Unternehmen zum Familienlastenausgleichsfonds, um einen Prozentpunkt gesenkt. Das ist ein erster wichtiger Schritt.

Denn in Österreich ist der Faktor Arbeit international gesehen viel zu hoch belastet. Österreich zählt laut aktuellem OECD-Bericht zu den Ländern mit der höchsten Belastung des Faktors Arbeit in Europa.

Hinteregger fordert daher: „Wir brauchen dringend eine Senkung der Lohnnebenkosten. Ein Prozent ist ein erster Schritt. Um Unternehmen stärker zu entlasten, bräuchten wir jedoch 5 Prozent, um zumindest auf deutsches Niveau zu kommen. Nach Gesprächen mit dem Finanzminister weiß ich, dass es dafür Vorschläge zur Gegenfinanzierung braucht. Wir werden als SWV entsprechende Modelle für eine mögliche Gegenfinanzierung erarbeiten und präsentieren“, so Hinteregger.

Die Pflichtmitgliedschaft muss beibehalten werden!

Die Auflösung der Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer ist in aller Munde. SWV Österreich Präsident Bernd Hinteregger spricht sich klar für die Beibehaltung aus. Und das hat drei Gründe:

  • Die Sozialpartnerschaft muss erhalten bleiben. Das System hat Österreich gute Dienste erwiesen.
  • Durch die solidarische Finanzierung können alle Unternehmen – von EPU bis zu großen Konzernen – auf Serviceleistungen und Beratungen zugreifen, die für Kleine sonst unerschwinglich wären.
  • Die Pflichtmitgliedschaft ermöglicht es, viele wichtige Themen selbst zu regeln. Das ist nur möglich, weil die Wirtschaftskammer in alle Gesetzgebungsprozesse eingebunden ist.

Fair und transparent: Wir brauchen eine Reform des Wahlrechts

Eine zentrale Forderung im Reformprozess ist die grundlegende Reform des Wahlrechts in der Wirtschaftskammer. Ziel ist es, mehr Transparenz, Fairness und demokratische Mitbestimmung für die Unternehmerinnen und Unternehmer sicherzustellen.

„Das aktuelle Wahlrecht ist für viele Mitglieder nicht nachvollziehbar und führt dazu, dass sich zahlreiche Unternehmer:innen nicht ausreichend repräsentiert fühlen. Darum ist die Wahlbeteiligung auch so niedrig“, erklärt SWV Österreich Präsident Bernd Hinteregger.

Mehr Transparenz bei Wahlergebnissen

Ein zentraler Kritikpunkt des SWV Österreich ist die Veröffentlichung der Wahlergebnisse. Derzeit seien die Zuteilung der Mandate und die daraus resultierende Zusammensetzung der Gremien für die Öffentlichkeit nur schwer nachvollziehbar.

„Bei Nationalrats- oder Landtagswahlen werden sämtliche Ergebnisse transparent veröffentlicht. Genau diese Transparenz brauchen wir auch in der Wirtschaftskammer. Die Mitglieder haben ein Recht darauf zu wissen, wie sich die Wahlergebnisse konkret auf die Zusammensetzung in den Fachgruppen und Sparten auswirken“, so Hinteregger.

Digitale Stimmabgabe

Der SWV Österreich spricht sich für eine grundlegende Modernisierung des Wahlprozesses aus. Dazu zählen die Einführung einer digitalen Stimmabgabe, die automatische Zusendung von Wahlkarten an alle Wahlberechtigten, mehrsprachige Wahlinformationen sowie eine Ausweitung der Wahltage.

„Wer die Wahlbeteiligung erhöhen will, muss die Teilnahme einfacher machen. Die Wirtschaftskammer darf sich nicht länger gegen zeitgemäße und digitale Lösungen verschließen“, betont Hinteregger.

Auch das passive Wahlrecht soll reformiert werden. Künftig sollen alle Selbstständigen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft kandidieren können. Um die demokratische Legitimation der Wirtschaftskammer zu stärken, schlägt der SWV Österreich vor, künftig drei getrennte Stimmen zu vergeben: für die Fachgruppe, die Landeskammer sowie die Bundeskammer.

„Die Mitglieder müssen nachvollziehen können, wer auf welcher Ebene gewählt wird und wie sich die Wahlergebnisse zusammensetzen. Das schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen in die demokratischen Prozesse der Wirtschaftskammer“, so Hinteregger.

Gleiche Chancen für alle wahlwerbenden Gruppen

Ein weiterer Reformvorschlag betrifft den Zugang zu Mitgliederdaten. Derzeit erhalten wahlwerbende Gruppen lediglich Postadressen.

„Im digitalen Zeitalter reicht das nicht mehr aus. Wer einen fairen Wettbewerb zwischen den Fraktionen will, muss auch zeitgemäße Kommunikationsmöglichkeiten schaffen. Dazu gehören selbstverständlich auch E-Mail-Adressen und Telefonnummern im rechtlich zulässigen Rahmen“, fordert Hinteregger.

Wahlrechtssymposium soll Reform vorbereiten

Um die Reform auf eine breite fachliche Grundlage zu stellen, fordert der SWV Österreich die Einrichtung eines Wahlrechtssymposiums. Verfassungsjurist:innen, Parlamentarier:innen und Wahlrechtsexpert:innen sollen gemeinsam Vorschläge für ein modernes und demokratisches Wahlrecht der Wirtschaftskammer erarbeiten.

„Wir brauchen eine umfassende Reform, die transparent, fair und rechtlich sauber ausgestaltet ist. Die Ergebnisse eines solchen Symposiums müssten anschließend verbindlich umgesetzt und gesetzlich verankert werden“, sagt Hinteregger.

Für den SWV Österreich steht fest: Nur mit einem modernen und nachvollziehbaren Wahlrecht kann das Vertrauen der Unternehmerinnen und Unternehmer in die demokratischen Strukturen der Wirtschaftskammer nachhaltig gestärkt werden.

Zu Gast bei Finanzminister Markus Marterbauer

Kürzlich trafen SWV Präsident Bernd Hinteregger und SWV Bundesgeschäftsführerin Lucia Grabetz Finanzminister Markus Marterbauer zum intensiven Austausch über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen.

Im Fokus standen das Doppelbudget, dringend notwendige Entlastungen für EPU sowie die Senkung der Lohnnebenkosten – zentrale Themen für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer.

Bernd Hinteregger: „Unsere Betriebe brauchen jetzt Planungssicherheit, weniger Belastung und echte Perspektiven.“ (Foto mit FM Marterbauer)

Bernd Hinteregger zu Gast im Club 3

Kürzlich war SWV Österreich Präsident Bernd Hinteregger zu Gast bei Tanja Pfaffeneder im Club 3 auf krone.tv. Hinteregger diskutierte gemeinsam mit Investigativjournalist Rainer Fleckl und Finanzexperten Gerald Zmuegg. Das Thema, um das sich die hitzige Diskussion drehte: Networking oder Freunderlwirtschaft: Welche Rolle spielen persönliche Beziehungen, wenn wichtige Entscheidungen anstehen?

Signa-Millionen, Immobiliendeals der Wirtschaftskammer Wien und die Entscheidung über die künftige ORF-Spitze: Immer wieder steht die Frage im Raum, welchen Einfluss persönliche Beziehungen und Netzwerke in Österreich haben. Wo endet gutes Networking und wo beginnt Freunderlwirtschaft?

„Wo das passiert, muss man genau hinschauen. Denn es sollten in jeder Position die besten Köpfe sitzen, um die Republik zu lenken“, so das pointierte Statement von Bernd Hinteregger.

Hier geht’s zum Video: https://www.krone.at/4171302

Die größte Wirtschaftskammer-Reform aller Zeiten

Mit diesem Versprechen ist der SWV Österreich in den Reformprozess eingestiegen. WKO-Präsidentin Martha Schultz hat mit den angekündigten Einsparungsmaßnahmen wie dem Stellenabbau die ersten Schritte gesetzt, um die Kammer langfristig effizienter, moderner und schlagkräftiger aufzustellen.

Doch viele Selbstständige, Ein-Personen-Unternehmen und KMU haben noch immer den Eindruck, dass die Kammer viel zu weit von ihrem Alltag entfernt ist. Zu viel Verwaltung, zu wenig konkrete Hilfe – so die Kritik. Wenn die Kammer auch in Zukunft ihre Legitimation behalten will, muss sie sich neu erfinden: als moderne Serviceagentur für alle Unternehmer:innen.

Bernd Hinteregger: „Reformen sind nie bequem. Wer Verantwortung übernimmt, muss auch bereit sein, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen und dort Veränderungen einleiten, wo sie notwendig sind.“ Der SWV Österreich unterstützt den Reformkurs, will jedoch auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie Wirtschaftskammer auch in Zukunft die Unternehmerinnen und Unternehmer bestmöglich vertreten kann.

Das sind unsere Forderungen

  • Kammerumlage für alle Ein-Personen-Unternehmen bei 49 Euro deckeln. Zudem sollte die Kammerumlage 2 für jeden Mitarbeiter 55 Plus im Unternehmen reduziert werden: Löhne dieser Mitarbeiter:innen sollen nicht mehr in die Be- rechnung der KMU 2 einfließen.
  • Die Funktionärsentschädigungen sollen nach Mitgliedern fair gestaffelt und der tatsächlichen Arbeit angepasst werden.
  • Mehr Transparenz und eine klare Modernisierung der Kammer zu einer echten Serviceorganisation für ihre Mitglieder.
  • Stärkung der Fachgruppen durch ein praxisnahes Beratungsangebot
  • Wahlrechtsreform
  • Bürokratieabbau: „Once Only“ für Unternehmensdaten und Null-Papier Strategie bis 2030

Kampagne: Meine beste Idee

Nimm teil an der Kampagne und übermittle uns deine beste Idee für eine neue, moderne Wirtschaftskammer!

Herzlich willkommen,

mein Name ist Bernd Hinteregger und als Präsident des SWV Österreich vertrete ich Ein-Personen-Unternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen in der Wirtschaftskammer. Daher kämpfe ich für eine Wirtschaftskammer, in der jedes Unternehmen gleich wichtig ist – unabhängig von der Größe, des Umsatzes oder der Anzahl der Mitarbeiter:innen. Damit das gelingen kann, braucht es eine Reform der WKO, mit dem Ziel, die WKO zu einer echten Vertretung der Unternehmer:innen dieses Landes auszubauen.

Wer könnte besser wissen, was eine neue, moderne Wirtschaftskammer für ihre Mitglieder leisten muss als du, als Selbständige:r, als Unternehmer:in, als Mitglied der WKO.

Daher möchte ich dich persönlich einladen mir deine beste Idee für eine neue, moderne Wirtschaftskammer zu schicken.

Die Wirtschaftskammer steht an einem Wendepunkt. Vertrauensverlust, Skandale und niedrige Wahlbeteiligung zeigen klar, dass die Kammer in ihrer jetzigen Form nicht mehr funktioniert.

Jetzt braucht es Mut – und eine Reform, die diesen Namen verdient.

Daher möchte ich dich persönlich einladen mir deine beste Idee für eine neue, moderne Wirtschaftskammer zu schicken.

Wirtschafts­parlament: Es ist Zeit für die größte WK-Reform aller Zeiten

Die zentralen SWV-Forderungen für die Wirtschaftskammer-Reform: Wirtschaftskammer-Struktur – Wahlrechtsreform – Finanzierung der WK – Service für Mitglieder & Politische Vertretung unserer Mitglieder

  1. Strukturoffensive: WK-Struktur österreichweit durchleuchten – Doppelgleisigkeiten abbauen. Die WK ist über Jahrzehnte ordentlich gewachsen. Jetzt braucht es echte Effizienz: Das bedeutet, dass wir unsere Struktur ehrlich und schonungslos evaluieren müssen: Ich zweifle keine Sekunde an der guten Arbeit, die in Bezirksstellen oder Auslandsbüros gemacht wird – aber ich bin mir sicher, dass hier Synergien besser genutzt werden können, und dass wir mit einer moderneren Struktur mindestens gleichgute Ergebnisse erzielen können.
  2. Interne Verwaltung der Wirtschaftskammer straffen Die interne Verwaltung der Wirtschaftskammer verbraucht einen erheblichen Teil der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Hier müssen wir unbedingt ansetzen um die Effizienz der Organisationseinheiten zu steigern. „Eine Kammer, die Millionen verwaltet, muss transparenter sein als jedes Mitgliedsunternehmen – nicht umgekehrt.“
  3. Nachvollziehbarkeit der Gehälter der Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer Die Diskussion um die Gehaltserhöhungen für die Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer hinterlässt eine katastrophale Optik und schädigt nachhaltig das Vertrauen in die Wirtschaftskammer. Auch wenn die dahinterliegende Systematik grundsätzlich mit Recherche nachvollziehbar wäre, kommt in der Öffentlichkeit an: Hier gelten andere Regeln. Das Gehaltssystem der WK muss zukünftig transparent und leicht nachvollziehbar sein.
  1. Wahlrechtsreform – Es liegt auf der Hand: Wir brauchen mehr Demokratie in unserer Wirtschaftskammer. Der heutige Antrag zur WK-Reform muss ein Bekenntnis einer ECHTEN Wahlrechts-Reform sein. Wir alle wissen, dass die letzte Arbeitsgruppe im Sand verlaufen ist, weil es keine Mehrheiten für Reformen gab. Liebe Kolleginnen und Kollegen die niedrige Wahlbeteiligung ist ein überdeutliches Warnsignal. Für unsere politische Legitimation und Schlagkraft müssen wir alles daran setzen, dass möglichst viele Unternehmerinnen und Unternehmer an der Wirtschaftskammerwahl teilnehmen. Schluss mit politischem Kalkül um Mehrheitsverhältnisse zu wahren – wir brauchen eine demokratische Struktur für unsere Kammer, die eine fachliche UND politische Vertretung der Unternehmer:innen unseres Landes sichert.

Dazu gehören:

  • Digitale Stimmabgabe bei Wirtschaftskammerwahlen
  • Automatische Zusendung der Wahlkarten an alle Wahlberechtigten
  • Mehr Information und Mobilisierungskampagnen, um das Bewusstsein für die Wahl zu stärken
  1. Finanzierung der Wirtschaftskammer Auch die Kammerumlagen waren in den letzten Wochen Gegenstand großer Diskussion. Wir müssen im Rahmen der WK-Reform über die Finanzierung der Wirtschaftskammer und über unsere Umlagen bzw. Mitgliedsbeiträge sprechen und schnelle Verbesserungen schaffen. „EPU und KMU tragen die Kammer – und bekommen am wenigsten zurück. Das ist weder fair noch zeitgemäß.“ Ich fordere daher: Faire Kammerumlagen für EPU: 49 € für Gründer:innen, 99 € dauerhaft mit bis zu 200.000 € Umsatz

Diese Maßnahmen sind finanzierbar durch Strukturreformen und stellen einen einfachen, gerechten Schritt dar, der vielen tausenden Betrieben sofort hilft.

  1. Entlastung für KMU – Arbeitsmarkt positiv beeinflussen

Eine generelle Streichung der KU2 halte ich nicht für sinnvoll – wie sie die UNOS etwa fordern. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir durch gezielte Impulse Anreize für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt schaffen können. Ich denke da z.B. an Mitarbeiter:innen 55+: so dass die Löhne dieser Mitarbeiter:innen nicht mehr in die Berechnung der KU2 einfließen.

  1. Service für Mitglieder Ein funktionierendes Serviceangebot ist das Um und Auf für zufriedene Mitglieder. Ich höre aber immer wieder „Es kann nicht sein, dass die Kammer beim Kassieren schneller ist als beim Helfen.“ Ich schätze die Arbeit der WK Mitarbeiter:innen sehr – damit diese Arbeit besser bei den österreichischen Unternehmen ankommt, ist es aus meiner Sicht essentiell, eine 48-Stunden-Servicegarantie festzulegen. Die WK muss moderne, messbare Service-Standards einführen – besonders für jene, die ihre Beiträge zahlen, aber gefühlt kaum Unterstützung erhalten.
  2. Härtefallfonds für erkrankte Selbstständige Wir alle wissen es: die soziale Absicherung von Selbstständigen ist mehr als löchrig. Als Wirtschaftskammer, könnten wir mit einem Härtefallfonds für erkrankte Selbstständige schnelle und unbürokraitsche Unterstützung ermöglichen. Ein solidarischer Fonds für EPU, die durch Krankheit oder Unfall plötzlich keinen Umsatz erzielen können ist mein Ansatz. Der Fonds soll: Fixkosten bis zu 3 Monate abdecken, Schnell, digital und unbürokratisch funktionieren. Im ersten Schritt aus WK-Rücklagen finanziert werden und nach Reform aus dem laufenden Budget gedeckt werden Ziel: Härtefälle abfedern, bis eine echte Absicherung durch eine faire Krankengeldregelung ab dem 4. Tag eingeführt wird. Damit kein Unternehmen wegen Erkrankung in den Ruin rutscht.
  1. Soziale Absicherung für Unternehmer:innen in den Fokus rücken

Und weil es mit einem Härtefallfonds aber nicht getan ist, müssen wir als WK – als Interessensvertretung ALLER Selbstständigen die Soziale Absicherung ernst nehmen. Das ist ein Thema das hunderttausende Selbstständige in unserem Land betrifft. Uns ist ganz klar: wir werden hier nicht von heute auf morgen eine perfekte Lösung haben, aber wir werden auch nicht akzeptieren, dass unsere Forderungen vom Tisch gewischt werden. Wir verlangen im Rahmen der Wirtschaftskammer-Reform eine umfassende Positionierung der Wirtschaftskammer für die Anliegen insbesondere der EPUs und auch der KMUs.

  1. Rücklagen – ich begrüße ausdrücklich die Prüfung des Rechnungshofes und schließe mich der Aussage der Rechnungshof Präsidentin an – 2 Milliarden klingt nach viel – hier sollten wir wirklich sehr effizient und zielgerichtet wie diese Rücklagen wirtschaftsfördernd unseren Mitgliedern zugutekommen können.

Wirtschaftskammer Österreich vor der größten Reform ihrer Geschichte

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) steht an einem entscheidenden Wendepunkt. In den vergangenen Wochen ist unübersehbar geworden, wie tief der Vertrauensverlust vieler Unternehmerinnen und Unternehmer gegenüber ihrer gesetzlichen Interessenvertretung reicht. Diskussionen rund um Funktionsentschädigungen und Gehälter in der Kammer haben diese Entwicklung zusätzlich befeuert – als „Tüpfelchen auf dem i“, wie es der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV), Bernd Hinteregger, in seiner Rede formulierte.

Ein besonders alarmierendes Signal ist die stark gesunkene Wahlbeteiligung bei den Wirtschaftskammerwahlen. Zuletzt lag sie nur noch bei 26,5 Prozent. Für den SWV ist das mehr als eine statistische Randnotiz: Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele Betriebe die WKÖ nicht mehr als jene glaubwürdige, schlagkräftige Interessenvertretung empfinden, die sie sein sollte. Besonders Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – Rückgrat und Mehrheit der österreichischen Wirtschaft – fühlen sich zu wenig repräsentiert und unterstützt.

Bernd Hinteregger warnt dabei vor weitreichenden Konsequenzen, sollte die WKÖ nicht rasch und grundlegend erneuert werden. Denn wenn die Kammer ihre Rolle als starke Interessenvertretung verliert, gerät auch die Sozialpartnerschaft als tragende Säule der Republik und zentraler Standortvorteil unter Druck.

„Keine kosmetischen Korrekturen“ – Reform in historischem Ausmaß

Im Zentrum seiner Rede steht ein klarer Anspruch: Die heute beschlossene Reform soll nicht bloß kleine Anpassungen bringen, sondern die umfassendste Neuausrichtung der WKÖ seit Bestehen der Republik werden. Der SWV kündigt an, diesen Prozess mit voller Kraft zu begleiten – von der Bundesebene bis in die Bezirksstellen.

Das Zielbild ist eindeutig: eine Wirtschaftskammer, die sich konsequent nach den Bedürfnissen ihrer Mitglieder richtet, politisch wirksam auftritt und gleichzeitig modern, transparent und serviceorientiert arbeitet. Die Reform müsse echten Mehrwert stiften – mit fairen Beiträgen, demokratischer Mitbestimmung und effizienter Unterstützung in der Praxis.

Klare Timeline: Ergebnisse bis 2026

Am Ende der Rede steht ein politisches Versprechen: Der SWV will sicherstellen, dass diese Reform nicht im Ankündigungsmodus stecken bleibt. Der Startschuss soll „jetzt und heute“ fallen – mit klarer Zeitachse:

  • Reformstart sofort
  • Erste Ergebnisse bis Frühjahr 2026
  • Erste Maßnahmen bis Ende 2026

Der Anspruch dahinter ist unmissverständlich: Ziel ist es, dass die Wirtschaftskammer wieder voll und ganz auf der Seite ihrer Mitglieder steht – effizient, digital, transparent und mit echter politischer Schlagkraft.

Antritts­besuch bei Bgm. Dr. Michael Ludwig

SWV-Österreich Präsident Mag. Bernd Hinteregger und SWV-Wien Präsident Marko Fischer waren zu Besuch bei Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Wien steht in den kommenden Monaten wieder im europäischen Rampenlicht – mit dem Eurovision Song Contest 2026, der tausende Besucher:innen anzieht und die Stadt auch wirtschaftlich stärkt.

Im Gespräch wurde deutlich, wie wichtig stabile Rahmenbedingungen für EPU & KMU sind, damit sie von solchen Großereignissen profitieren können – durch Aufträge, Sichtbarkeit und lokale Wertschöpfung.

Der SWV steht dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen – in Wien und weit darüber hinaus.

Präsident Bernd Hinteregger traf Finanzminister Markus Marterbauer

Themen wie Steuergerechtigkeit, gezielte Entlastungen für EPU & KMU und die Verknüpfung von sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Stärke standen im Vordergrund.

Der SWV setzt auf konstruktiven Dialog – weil gerechte Rahmenbedingungen, faire Chancen und sozialer Ausgleich die Basis einer erfolgreichen Wirtschaft sind.